Spekulatius-Nuss Bratapfel mit Sahnekaramell

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Kinder, kommt und ratet,
was im Ofen bratet!
Hört, wie’s knallt und zischt.
Bald wird er aufgetischt,
der Zipfel, der Zapfel,
der Kipfel, der Kapfel,
der gelbrote Apfel.

Kinder, lauft schneller,
holt einen Teller,
holt eine Gabel!
Sperrt auf den Schnabel
für den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den goldbraunen Apfel!

Sie pusten und prusten,
sie gucken und schlucken,
sie schnalzen und schmecken,
sie lecken und schlecken
den Zipfel, den Zapfel,
den Kipfel, den Kapfel,
den knusprigen Apfel.

Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie wir dieses Gedicht Strophe um Strophe in der Grundschule zur Weihnachtszeit auswendig lernen mussten. Schön süß, haben wir als kleine Kinder, die wir damals waren, wie die Orgelpfeifen aufgestellt dieses Gedicht dann auch den stolzen Eltern vorgetragen.

Mittlerweile präge ich mir den Bratapfel nicht mehr nur literarisch ein. Sollen einem im Gedicht noch durch die Vorstellung das Wasser im Mund zusammen laufen, ist das nichts im Vergleich zu dem Geruch, der einen in der Küche entgegenkommt, wenn Apfel, Nüsse, Honig und Spekulatius-Keks zusammen aufbacken. Einfach himmmmmlisch! Und ich kann stolz sagen, dass meine liebsten Mitbewohner auch ganz begeistert waren. Das Rezept bleibt als definitiv ein Keeper für die Weihnachtszeit.

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Die größte Hürde war wohl, erst einmal die Äpfel zu entkernen. Das macht jeder normaler  Mensch eigentlich mit einem passenden Entkernen, aber wie das in Studentenwohnungen nun mal so ist, gibt es den Luxus hier nicht. Das Ganze wurde also ganz traditionell per Hand gemacht. Aber für alle, die auch keinen Entkernen haben: Oben und unten trichterförmig Löcher einschneiden und in der Mitte dann nachbessern – das geht auch ganz wunderbar. Dauert nur ein bisschen länger.
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Die Füllung habe ich ganz nach meinem Belieben zusammengestellt: gehackte Mandeln, Spekulatius, Datteln, Holundersaft und Honig. Denn an die traditionelle Füllung mit Marzipan und Rosinen komm ich so gar nicht ran. Mit Marzipan kann man mich sowieso jagen. Aber so Abneigungen regen ja auch immer wieder zur Kreativität an 🙂

 

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Das war mein erster Versuch an Bratäpfeln und an Heilig-„nachmittag“ wird das Ganze dann nochmal auf den Tischkommen 🙂 Mal sehen, was meine Familie dazu sagt.

Rezept Bratapfel (für 4 Personen):

Zutaten:

  • 4 Äpfel
  • 1 1/2 TL Zimt und etwas zum Bestreuen des Apfelinneren
  • 10 Spekulatiuskekse
  • 100gr gehackte Mandeln
  • 5-6 Datteln
  • 3 EL Holundersaft
  • 3 TL Honig
  • 1 EL Butter
    Für das Karamell:
  • ca. 20 gr Zucker
  • 1/2 Becher Sahne
    Hinweis: Ich habe einfach den Boden einer beschichteten Pfanne mit Zucker bedeckt und später erst ein wenig Sahne und dann nach Gefühl mehr dazugegeben.

Zubereitung:

  1. Äpfel entkernen und um die Apfeltaille mit dem Messer eine Art Gürtel einritzen (damit die Haut später nicht aufplatzt). Äpfel von Innen mit ca. 2 TL Honig bestreichen und dem Zimt bestreuen. Für ca. 15 Minuten bei 180°C in den Ofen auf Mittlerer Schiene geben.
  2. Die Datteln klein schneiden und mit den Nüssen, dem Honig, dem Holundersaft und dem Zimt mischen. Spekulatius grob zerbröseln und in etwas heißer Butter schwenken. Zu der Dattel-Nuss-Mischung geben.
  3. Die Äpfel befüllen und erneut für ca. 20-30 Minuten in den Ofen geben.
  4. Für den Sahne-Karamell:
    Zucker in eine Pfanne geben und bei mittelhohen Temperaturen schmelzen lassen. Wichtig: Den Zucker nicht umrühren, bevor er nicht zu schmelzen angefangen hat.
  5. Mit der Sahne unter rühren ablöschen und unter weiterem ständigen Rühren köcheln lassen. Nicht erschrecken, wenn der Zucker zu Anfang verklumpt und hart wird. Mit der Zeit löst sich der verhärtete Zucker auch wieder auf. Karamell dann nach Belieben auf die heißen Bratäpfel geben.

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