Cinnamon-Addiction: Von Zimtschnecken und Zupfbrot

Wenn ihr eins über mich auf diesem Blog gelernt habt – dann, dass ich absolut verrückt nach Zimt bin. Egal ob herzhaft oder süß, im Kaffee oder in der Tomatensauce – mindestens eine kleine Prise Zimt gehört dazu. Als ich also vor ein paar Wochen mit einer Kollegin auf das Thema Zimtschnecken kam, begann es sofort in meinem Kopf zu rattern. Wann war das letzte Mal, das ich die lecker-saftigen Köstlichkeiten gegessen haben? Uh – das ist verdammt lange her. Damals – das ist jetzt gut drei Jahre her – war ich mit meinem Freund auf einem Roadtrip durch den wunderschönen Sunshine-State Kalifornien. Wir sind sechs Uhr morgens aufgestanden, um uns auf den Weg vom Yosemite Park in Richtung Las Vegas zu machen. Es standen also einige Stunden Autofahrt vor uns – aber das wäre mal eine Geschichte für sich. Zurück zu den Zimtschnecken: Als wir irgendwann aus dem Park wieder raus waren und uns der Magen schon in den Knien hing, kamen wir endlich an einen Raststopp. Und es wären vermutlich nicht die USA, wenn es nicht irgendwo auch etwas gratis zum Probieren gibt. Da wären wir jetzt auch endlich bei den „Cinnamon Rolls“ angekommen. Die gab es nämlich noch schön warm mit viel Icing direkt auf die Hand. Herrlich.

Aber lange Rede, kurzer Sinn: Drei Jahre ist viel zu lange her. Kein Wunder also, dass abends direkt frische Hefe im Einkaufskorb landete. Ja, nur Hefe. Das beste an dem Rezept – das ich euch sofort vorstelle – ist die kurze Zutatenliste. Das meiste hat wirklich jeder zuhause. Perfekt also auch für spontanen Besuch. (Schneller sind nur Fake-Zimtschnecken aus Blätterteig und Zimt-Zucker-Mischung – noch so ein Klassiker beim Mädelsbrunch.)

Alles, was ihr braucht, ist Hefe, Milch, Mehl, Butter, Zimt und Zucker. Easy, oder? Ich liebe Hefeteig. Ich kann nicht mal genau sagen, warum. Irgendwie hat es etwas sehr befriedigendes, wenn der Teig nach einer halben Stunde auf einmal um das Doppelte bis Dreifache aufgegangen ist. Außerdem ist es so vielseitig einsetzbar. Für dieses Rezept zum Beispiel habe ich einfach den Hefeteig für die Pesto-Blume in eine süßliche Variante geändert. Dafür habe ich einfach den Salzanteil reduziert, etwas mehr Zucker hinzugegeben und statt Wasser Milch verwendet. Nur beim Aufgehen hat der Teig etwas länger als üblich gebraucht. Das lag daran, dass ich die Idee gut fand, statt den Ofen zu heizen, den Teig einfach auf die Heizung zu stellen. Tja – da ich die Schüssel nur mit Müh’ und Not auf die Heizung klemme konnte und das auch nur sehr schief, ist nach 30 Minuten nur die eine Seite wirklich aufgegangen. Nach schnellem Wenden und nochmaligen Warten, war der Teig, dann aber endlich so, wie ich ihn haben wollte.

Da Zimtschnecken ja fast schon Outschool sind und ich außerdem schon seit geraumer Zeit auch mal auf den Trend Pull-Apart-Bread aufspringen wollte, entschied ich mich für das Hefebrot in Kastenform. Das war wirklich super easy. Nachdem ich das letzte Mal beim Pizza-Pull-Apart-Bread versucht habe, einen langen Teigstreifen samt Tomatensauce und Käse irgendwie kunstvoll zu falten und dann in der Form zu drapieren (ich glaube, ich muss nicht sagen, dass das ganz schön messy war), habe ich mich doch im Internet noch einmal inspirieren lassen. An dieser Stelle stellt euch bitte ein imaginäres mit-der-Hand-an-die-Stirn-klatschen vor. Den ausgerollten Teig in diesem Fall also mit Butter bestreichen, die Zimt-Zucker-Mischung großzügig (sehr großzügig) darauf verteilen und – Achtung Mind-Blow – einfach in kleine Quadrate passend zur Form schneiden und stapeln. Ja, es ist so simpel.

Das Zupfbrot – wie es auch so schön auf deutsch heißt – braucht dafür relativ lange im Ofen. Nach gut einer halben Stunde habe ich es deshalb mit etwas Backpapier abgedeckt, damit es oben nicht verbrennt. Fertig war es dann nach etwa 1:45 Uhr im Ofen. Aber das kommt auch immer auf die Form und den Ofen an. Am besten also zwischendurch die Stäbchenprobe machen. Dafür ist das Zimt-Zupfbrot in der Vorbereitung unschlagbar. Schon mit wenigen Handgriffen kann man so bei seinen Kollegen am nächsten Tag ein paar Pluspunkte sammeln 😉

 

Ich hoffe, ihr liebt es so wie ich!

 

Rezept Cinnamon-Pull-Apart-Bread:

Zutaten für den Hefeteig:

  • 600g Mehl
  • 100g Zucker
  • 1 Prise Salz
  • 300ml Milch
  • 1/2 Würfel Hefe
  • 1,5 EL Butter

Zutaten für die Füllung (nach Gefühl):

  • Zimt
  • Zucker
  • Butter, Zimmertemperatur

Zubereitung:

  1. Als erstes stellen wir den Hefeteig her. Hierfür Mehl, Zucker und Salz vermengen. Die Milch lauwarm erhitzen und die Hefe darin auflösen. Die Butter in einer Pfanne unter leichtem Erhitzen zerlaufen lassen. Die Hefemilch und Butter unter die trockenen Zutaten geben und gut verkneten (am besten geht das mit den Händen). Sobald der Teig geschmeidig ist, in einer Schüssel – mit einem sauberen Tuch bedeckt – an einem warmen Ort mind. 30 Minuten ruhen lassen (z. B. auf der Heizung).
  2. Ofen auf 180° Celsius vorheizen.
  3. Nach der Ruhezeit sollte der Teig gut aufgegangen und etwa um das dreifache größer sein. Teig nochmals kurz durchkneten und auf einer bemehlten Fläche dünn ausrollen.
  4. Zimt und Zucker mischen. Den ausgerollten Teigfladen mit Butter bestreichen und großzügig mit der Zimt-Zucker-Mischung bestreuen.
  5. Den Teigfladen in Quadrate scheiden (Längs- und Querschnitte), die etwa die Größe der Backform haben. Quadrate stapeln und in die mit Backpapier ausgelegte oder gefettete Form geben. Im Ofen circa 50 Minuten backen. Sollte das Pull-Apart-Bread oben zu sehr anbräunen, etwas Alufolie oder Backpapier drüber legen.
  6. Für den Guss Puderzucker mit etwas Vanille vermengen, dann nach und nach etwas Milch untergeben, bis der Guss dickflüssig ist. Auf das Brot geben.

Guten Appetit  🙂

 

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