3 Dinge, die du in Dublin gemacht haben musst

 

Dublin, Irlands Hauptstadt, liegt an der östlichen Küste der Insel und war der letzte Stopp auf unserer Rundreise durch den Süden Irlands. Leider hatten wir nur 2 volle Tage in der Stadt. Aber auch aus so kurzer Zeit lässt sich viel rausholen – sogar die perfekte Kombination aus Stadt- und Naturerlebnis. Wie ihr das macht, habe ich euch hier zusammengefasst 🙂

Wie auch schon im Rest Irlands ist das allererste, was man über die Stadt sagen muss, dass die Leute unglaublich freundlich und hilfsbereit sind. Wir haben uns einmal halb verlaufen – und bevor uns Google Maps sagen konnte, wo wir lang müssen, hat uns schon wer auf der Straße gefragt, wo wir denn hin müssten. Um nur mal ein Beispiel zu nennen.

Ich fand Dublin allgemein sehr schön, mit viel Charme und vielen Facetten. Was die Stadt für einen Kulturwert hat und wie viel Natur um sie herum ist, könnt ihr in Dublin auch in wenigen Tagen erleben. Hier sind meine drei Tipps für einen gelungenen Aufenthalt:

1. Erkunde auf einer Free-Walking-Tour die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Dublins

…und lerne gleichzeitig jede Menge über Irlands Geschichte

Kennt ihr das? Man plant eine Reise in eine Stadt, in der man noch nicht war. Die klassischen Sehenswürdigkeiten hat man bestimmt schon vom Hören und Sagen im Kopf oder findet sie spätestens bei Pinterest. Für Dublin waren das bei mir: Trinity College Library und The Temple Bar. Und auch wenn ich mir jede Menge Tipps von Freunden geholt habe, sind wir doch recht planlos in Dublin angekommen.

Der Free Walking Tour könnt ihr euch einfach anschließen. Sie beginnt jeden Tag um 11 Uhr an The Spire auf O’Connell St. (das Wahrzeichen Dublins, das wie ein riesiger Sperr in den Himmel ragt). Haltet einfach nach dem gelben Schirm Ausschau – daran lässt sich der Guide erkennen.

Es gibt zwei Touren: Eine führt euch durch den Norden und eine durch den Süden. Jedem, der das erste Mal in Dublin ist, empfehle ich die South Side Tour. Da bekommt ihr auf jeden Fall einen guten Überblick über die bekanntesten Sehenswürdigkeiten Dublins wie das Viertel Temple Bar, Trinity College und St. Patricks Cathedral.

Die Guides sind super engagiert und kennen sich bestens aus. Egal ob das harte Fakten zur Geschichte sind, Einschätzung, wie sich der Brexit auf Irland auswirkt, lustige Anekdoten oder Tipps für den restlichen Aufenthalt in Dublin – frag den Guide und er sagt es dir (wenn er es nicht sowieso erzählt). Die ganzen Hintergrundinformationen waren definitiv das Spannendste der Tour und die unglaublich charmante Art des Guides hat uns die aufgeschlossene Freundlichkeit der Iren noch mal deutlich gemacht.

Kleiner Tipp: Ihr seht zwar das Trinity College, auf der Tour geht ihr aber nicht in die berühmte Bibliothek. Wir haben sie uns dieses Mal nicht angeschaut – einfach, weil es vom Timing her nicht gepasst hat und uns etwas zu teuer war. Ob sich ein Besuch lohnt, da scheiden sich die Geister. Irgendwann schauen wir sie uns bestimmt noch an. Falls ihr sie sehen wollt, fahrt am besten direkt morgens hin. Da soll die Schlange noch nicht so lang sein und sogar der Eintritt um einige Euro günstiger. Also: am besten am Tagesrand 🙂

Wann? Jeden Tag ab 11 Uhr

Treffpunkt? The Spire, O’Connell Street, Dublin (sucht nach den Leuten mit dem gelben Schirm)

Dauer: ca. 2,5 Stunden

Kosten: so viel, wie du dem Guide am Ende geben willst (alles auf Trinkgeld-Basis)

weitere Informationen: http://www.dublinfreewalkingtour.ie/

Innenhof des Trinity College

2. Entdecke die typisch irische Pubkultur – egal an welchem Tag

Ein Irland-Besuch ist nichts ohne eine Pubnight! Egal ob du der Ausgehtyp bist oder nicht – tu es! Es lohnt sich.

Wenn ihr allein, zu zweit oder in einer kleinen Gruppe unterwegs seid und Lust habt, auch andere Leute kennenzulernen, kann ich euch die Pub-Culture-Tour empfehlen. Die Veranstalter sind die gleichen wie bei der Free-Walking-Tour.

Die Tour führt euch in drei Pubs: Beim ersten, im The Black Sheep, gibt es ein Craft-Beer-Tasting. Ich kann euch nicht mehr genau sagen, was für Sorten das waren, nur dass sie richtig lecker waren (und ich misch mir mein Bier normalerweise 1:3 mit Limonade – no shame on me). Das Craft-Beer war aber wirklich gut!

Zweiter Stopp war in Slattery’s Bar für ein Teeling Whiskey Tasting. Außerdem gab es einen Gin Tonic mit lokalem Gin – ich erinnere mich allerdings nicht mehr an den Namen. Damit man den Abend noch durchhält, kann man sich hier auch etwas zu essen bestellen (was zumindest bei unserer Tour auch jeder gemacht hat). Das Essen war wirklich sehr gut und recht günstig. Sehr zu empfehlen sind die Sandwiches! Sie werden in der Regel mit einem kleinen Salat und „Crisps“ serviert. Es gibt aber noch weitere typisch irische Gerichte wie Lamm-Stew oder Fish and Chips.

Zu guter Letzt geht es noch in den McNeills Pub. Es gibt ein kleines Guiness-Tasting. Aber das eigentlich Besondere war die Livemusik. In dem Pub finden regelmäßig Sessions statt, bei der verschiedene Künstler zusammen spielen, worauf sie gerade Lust haben. Bei uns waren es drei ältere Herren und ein Junge und ich habe mich original wie auf die Titanic versetzt gefühlt. Was vermutlich hauptsächlich daher rührt, dass ich vorher nicht wirklich mit traditionell-irischer Musik in Berührung gekommen bin. Also auf jeden Fall ein Must-Do wenn ihr in Irland seid.

Die Tour führt euch in Pubs, die ihr als Touristen so vermutlich gar nicht auf dem Schirm habt. Klar, es gibt Temple Bar und die sollte man gesehen haben, aber wenn ihr auf der Suche nach einem wirklich irischen Erlebnis seid, dann hier! Die Iren gelten als weltoffen – das haben wir an diesem Abend wieder erleben können. Wir waren etwa 18 Leute aus verschiedensten Ländern (Australien, Kroatien, USA, etc.) und wurden in jeder Bar – die hauptsächlich auch von Einheimischen besucht waren – sehr willkommen geheißen. In der letzten Bar hat mir ein älterer Gast (bestimmt so um die 80 Jahre) versucht, das irische Tanzen beizubringen. Ich würde mich ja sonst nicht unbedingt als Niete im Tanzen bezeichnen, aber huh…den Eindruck habe ich wohl leider hinterlassen. Das muss ich dringend vor meinem nächsten Irlandurlaub noch einmal üben. Fazit: Das war unser bester Abend in Irland. Go do it!

Wann? Jeden Tag ab 18 Uhr

Treffpunkt? The Spire, O’Connell Street, Dublin (sucht nach den Leuten mit dem gelben Schirm)

Dauer: ca. 4 Stunden

Kosten: 20 Euro + ca. 5-10 Euro für das Abendessen

weitere Informationen: http://www.dublinfreewalkingtour.ie/

3. Mache einen Ausflug auf die Halbinsel Howth

Das ist vermutlich nicht unbedingt das Erste woran ihr denkt, wenn ihr nach Dublin fahrt: Ein Trip aus der Stadt raus. Aber es lohnt sich.

Howth ist eine Stadt auf der Halbinsel Howth Head und vor allem als Fischerstädtchen und für den Wanderweg entlang des Meeres bekannt. Genau dafür sind wir auch rausgefahren: Spazieren an der Küste und danach traditionelles Fish&Chips essen.

Aus der Innenstadt kommt man super schnell nach Howth. Ihr nehmt einfach die DART-Bahn ab O’Connelly – 40 Minuten später seid ihr da. Aus der Bahnstation raus kommt ihr direkt an einem kleinen Fischerhafen vorbei. Zum Küstenpfad lauft ihr einfach immer weiter gerade aus. Vom Hafen geht es eine Straße leicht aufwärts immer gerade aus (leicht links halten) bis ihr an einem kleinen Parkplatz vorbei kommt. Ab da geht die Straße in einen schmalen Küstenwanderweg über, der euch entlang der Klippen führt. Der Küstenpfad führt einmal um die Halbinsel und ist als Rundgang angelegt. Es gibt vier Wege, die jeweils mit einer anderen Farbe gekennzeichnet sind. Den ersten Teil entlang der Klippen nehmt ihr auf jeder Strecke – ihr verpasst also nichts, auch wenn ihr euch für die kürze Strecke entscheidet. Die grüne Strecke ist die kürzeste mit etwa 6 Kilometern. Wir waren etwa 2 Stunden unterwegs. Wer gerne länger unterwegs ist, nimmt den rot oder lila gekennzeichneten Weg.

Der Weg war richtig schön. Ihr kommt entlang grüner Wiesen, die sich am Hang bis zum Klippenabbruch mit wilden Blumen hinziehen. Und auch wenn man das Meer die ganze Zeit vor Augen hat, bleibt es doch einfach beeindruckend. Wenn ihr Glück habt, seht ihr auch Delfine und sogar Wale! Wir haben „nur“ Delfine gesehen und leider keine Wale, aber das war schon schön genug. Ich drücke euch die Daumen!

Als Belohnung – und weil wir wirklich ausgehungert waren – gab es direkt am Anschluss eine große Portion Fish&Cips bei Beshoff Bros. Das liegt praktisch auf dem Rückweg zur Bahnstation, direkt an der Straße, die zum Hafen führt. In dem laden kann man nicht sitzen, aber der Fisch ist wohl einer der besten mit auf Howth – geschmacklich können wir das nur bestätigen (und im Gegensatz zu den Restaurants ist es auch deutlich günstiger; die Portion hat etwa 7 Euro gekostet).

Kleine Tipp noch zum Wanderweg: Bei starkem Wind solltet ihr den Küstenpfad lieber meiden. Es gibt keine Geländer und kann an manchen Stellen recht steil runtergehen. Better save than sorry, huh? 🙂

Anfahrt: Ihr fahrt mit der Luas bis zur Haltestelle Connolly. Ab hier nehmt ihr die DART-Bahn etwa 40 Minuten bis Howth.

Dauer: Halbtages-/Tagesausflug (je nach Route)

Kosten: ca. 6 Euro p. P. mit der DART-Bahn (hin und zurück)

Transportmittel in Dublin

Dublin ist ziemlich gut zu Fuß zu erkunden. Wir haben etwas außerhalb Dublins gewohnt und waren innerhalb einer halben Stunde in der Innenstadt. Und gerade im Zentrum ist alles in laufweite.

Aber auch die öffentlichen Verkehrsmittel kann ich euch in Dublin ans Herz legen: Das System war recht einfach (man gibt einfach die Station ein, zu der man will) und die Preise für eine Großstadt sehr human. Für Fahrten in die Stadt und zurück haben wir knapp 4 Euro bezahlt und etwa 15 Minuten gebraucht.

Übernachtung in Dublin

Wir haben ein Zimmer über Airbnb gebucht und waren super happy damit. Das Appartement von Jose und Vadym liegt nicht ganz in der Innenstadt, aber so dass man locker in 20-30 Minuten zu Fuß an allen wichtigen Plätzen ist. Wir waren sehr zufrieden und haben von den Beiden viele hilfreiche Tipps bekommen. Deshalb verlinke ich euch das Zimmer mal: Private Room bei Jose und Vadym

Viel Spaß in Dublin!

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