Kichererbsen-Sandwich mit Gorgonzola

Kennt ihr das? Manchmal freut man sich richtig darauf, etwas neues auszuprobieren. Hat schon im Kopf, dass es richtig gut wird. Nur um festzustellen, dass es so gar nicht geworden ist, wie man sich das vorgestellt hat. Frust. Beim nächsten Mal wird es besser, ja. Aber trotzdem.

Und dann gibt es diese Momente, wenn deine Erwartungen gar nicht so hoch sind und du erst einmal einen Moment brauchst, um zu kapieren, dass es richtig gut geworden ist. Da es hier auf dem Blog gelandet ist, werdet ihr schon ahnen, dass es sich bei diesem Post um letztere Erfahrung handelt.

Vor ein paar Wochen (ja, sorry, so lange geistert das Rezept schon im Bearbeitungsmodus rum) wanderten meine Gedanken immer wieder zu einem cremigen Chicken-Sandwich. Ich weiß nicht warum. Ich kann micht nicht einmal daran erinnern, jemals eins gegessen zu haben…Wie auch immer – mir war nach einer cremig-herzhaftem Sandwich-Kombo. Bei einer schnellen „Veggie Checken-Sandwich“-Googlesuche stellten sich Kichererbsen schnell als gute Grundlage heraus. Denn mal ehrlich, wann gehen Kichererbsen eigentlich nicht?! Ganz im Gegenteil zu Gorgonzola, der eigentlich nicht unbedingt meins ist. Stellt sich aber heraus, dass der kräftige Blauschimmelkäse wunderbar zu den kleinen Hülsenfrüchten passt. Abgerundet durch frischen Joghurt und Koriander war das Sandwich mein Aha-Erlebnis der Woche.

Aber Vorsicht, bei Koriander scheiden sich ja bekanntlich die Geister oder besser: die Geschmacksnerven. Während die einen Koriander lieben, schmecken die anderen das kleinste Blättchen aus jedem Gericht raus und können es dann nicht mehr zu Ende essen. Die Armen können nicht mal was dafür: Ein Geruchsgen sorgt – sofern man zwei davon – dafür, dass Aldehyde besonders intensiv wahrgenommen werden. Auch Seife hat viele Aldehyde, weshalb Koriander für einige seifig schmeckt. Aber keine Sorge, damit ist das Rezept nicht unbedingt raus für euch (und ich habe gelesen, dass man sich an Koriander gewöhnen kann. Es besteht also noch Hoffnung).

Ich selber gehöre definitiv zu den „Koriander auf alles in reichlich Mengen“ –Lager. Einer Freundin hingegen war es dann doch etwas viel. Aber easy: Wenn du keinen Koriander magst, kannst du genauso gut glatte Petersilie oder sogar jungen Blattspinat nehmen. Die Frische fängt etwas des kräftigen Geschmacks des restlichen Sandwiches ab, deswegen würde ich die Kräuter auch nicht einfach nur weglassen.

Die Sandwiches sind ideal für eine schnelle Mahlzeit. An schönen Tagen könnt ihr sie aber auch super (am besten gekühlt) mit in den Park, an den Strand oder zu Touren im Freien mitnehmen. Und wenn noch was überbleibt, dann einfach mit ein bisschen frischem Gemüse zum Salat machen. Wie hier:

Ihr habt noch Kichererbsen über? Dann werft mal den Ofen an: In ein paar Minuten könnt ihr einen super Snack aus knusprigen Kichererbsen zaubern. Lasst es euch schmecken! 🙂

Gorgonzola-Kichererbsen Sandwich

Zutaten (für zwei Personen):

  • 1 Dose Kichererbsen, gespült und abgetropft
  • 50 g Gorgonzola
  • 75-100 g griechischer Joghurt (je nachdem, welche Konsistenz euch am meisten anspricht)
  • 1 rote Zwiebel
  • ein halbes Bund frischer Koriander*
  • 3 Radieschen
  • einige Scheiben Gurke
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • Salz und Pfeffer
  • Eisbergsalat

 

Zubereitung:

  1. Kichererbsen grob zerstampfen (zum Beispiel in einem Mörser). Gorgonzola und Joghurt hinzufügen, gut umrühren.
  2. Die Radieschen waschen und kleinschneiden. Die Zwiebel schälen und zur Hälfte in dünne Ringe zur anderen Hälfte in kleine Würfel schneiden.
  3. Den Koriander waschen und grob schneiden.
  4. Alle geschnittenen Zutaten unter die Kichererbsenmasse geben. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  5. Toastbrot leicht knusprig toasten, drei Salatblätter je Sandwich verteilen und mit der Kichererbsen-Gorgonzola-Masse großzügig bestreichen. Mit Zwiebelringe und Finden Gurkenscheiben garnieren.
  6. Zweite Toasthälfte auf das Sandwich geben, in der Mitte durchschneiden und anrichten.Serviervorschlag: Mit Essigchips, Gemüsechips oder einem frischen Salat.*Anmerkung: Ich liebe Koriander, deshalb war die Menge für mich perfekt. Aber anderen ist das durchaus zu viel…Also probiert einfach aus, was euren Geschmack trifft.

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