Lavendelsirup

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Ich liebe es, wenn ich das, was in meinem Garten wächst, in der Küche verarbeiten kann. Es ist einfach ein tolles Gefühl, zu wissen: Das ist hier gewachsen, wurde nicht gespritzt oder sonst wie behandelt. Und auch Pflanzen, die man vielleicht nicht gleich mit Essen verbindet. Wenn Lavendel blüht, sieht das nicht nur wunderschön aus und betört unseren Geruchssinn. Aus Lavendel kann man auch richtig leckere Sachen machen. Deshalb habe ich die letzte Ernte dieses Jahres noch einmal dazu genutzt, leckeren Lavendelblüten-Sirup herzustellen.

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Bisher war mir Lavendel größtenteils wegen seines Duftes vertraut. Jedes Jahr kriegen meine Familie und ich gleich nach der ersten Ernte ein herrlich riechendes kleines Duftsäckchen, dass aufs Kopfkissen gelegt, für einen ruhigen Schlaf sorgen soll. Dass Lavendel aber noch viel mehr kann, als nur schön zu riechen, weiß wieder einmal das Internet. Vor Lavendelcupcakes über Cremes bis hin zum bekannten Lavendelhonig ist alles dabei. Zwar hat mich das Rezept für Lavendelcupcakes auch sehr gereizt, allerdings stand Sirup auch sehr hoch auf meiner Mal-Ausprobieren-Liste.

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Und die Herstellung ist denkbar einfach: Erst einmal wird wie für jeden anderen Sirup der Zucker mit Wasser und Zitronensaft eingekocht. Der hohe Zuckergehalt (mind. 50%) sorgt dafür, dass der Sirup haltbar wird. Der Zitronensaft gleicht den Zucker wieder aus und balanciert den Geschmack aus. Denn wie bei allem in der Küche, gilt auch beim Einmachen: Süßes braucht auch immer etwas Saueres.

Das Einkochen dauert ein bisschen länger, so ca. 30-45 Minuten bei mir auf niedriger bis mittlerer Hitze. Lasst euch nicht davon abschrecken, dass die Flüssigkeit noch nicht eure gewünschte Konsistenz hat. Sobald die Flüssigkeit abgekühlt ist, hat sie sich auch weiter verfestigt. Wie lange ihr den Sirup einkochen müsst, bis er eure gewünschte Konsistenz hat, ist bestimmt eher ein Erfahrungswert. Also einfach ein bisschen auf euer Gefühl achten. 🙂

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Wie man hier schön sehen kann, habe ich als erstes versucht, den Sirup durch einen Kaffeefilter zu geben, um eine möglichst reine Flüssigkeit zu erhalten. Tja, was soll ich sagen – das hat so gar nicht geklappt. Was man sich, zugegeben, auch hätte denken können. Naja, schwups, da war der Kaffeefilter durch ein normales Sieb ersetzt und Lavendel und Sirup konnten ohne Probleme getrennt werden. Das ganze habe ich dann mit einem Trichter in eine heiß ausgespülte Flasche gegeben.

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Wozu kann man den Lavendelsirup verwenden? Das Wunderbare an Sirup ist, dass man ihn ganz vielseitig einsetzen kann. Hier seht ihr beispielsweise eine erfrischende Lavendel-Zitronen-Limonade (einfach etwas Sirup, spritziges Mineralwasser und 1-2 Scheiben (Bio-) Zitronen in einem Glas verrühren) – schmeckt übrigens auch super zum nächsten Grillabend als herrlich frische Abkühlung. Wir haben den Sirup auch schon zur Süßung an eine Melonenbowle gegeben, die dem Ganzen noch den letzten Kick verpasst hat. An so richtig heißen Tagen, könnte ich den Sirup auch etwas höher konzentriert mit stillem Wasser gemischt einfrieren und habt wenige Stunden später leckere Eispopsicles. Ihr merkt schon – der Kreativität sind hier einfach keine Grenzen gesetzt 🙂

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Rezept Lavendelsirup

Zutaten:

  • Lavendelblüten
  • 500 ml Wasser
  • 500 g Zucker
  • Saft von 4 Zitronen

Zubereitung:

  1. Lavendel waschen, trocken tupfen und Blüten abzupfen. Beiseite stellen.
  2. Wasser und Zitronensaft mit Zucker aufkochen und dickflüssig einkochen lassen (aufgepasst, sobald die Flüssigkeit abkühlt, wird sie noch einmal fester – ich habe das Zuckerwasser etwa zwischen 30-45 Minuten köcheln lassen).
  3. Lavendel und Zuckersirup in einem Glasgefäß vermengen, abkühlen lassen und zugedeckt einige Stunden – je nach gewünschter Intensität – ziehen lassen.
  4. Den Sirup durch ein kleinmaschiges Sieb geben und in geeignete Flaschen füllen. (Flaschen vorher heiß ausspülen!)
  5. Im Kühlschrank aufbewahren 🙂

Behaltet bei der Hitze einen kühlen Kopf! 🙂

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