Rinderfilet mit Kartoffel-Crossies und einer Balsamico-Rotwein-Sauce

Rotes Fleisch kommt bei mir nicht oft auf den Teller. Aber wenn…dann freue ich mich auf ein schönes Stück Rinderfilet – möglichst ganz ohne Sehnen und ohne Fett.

Gerichte aus mehreren Komponenten sind für mich jedes Mal wieder eine Herausforderung. Wann muss ich mit was anfangen, damit alles gleichzeitig auf den Punkt servierfertig ist? Finde ich unfassbar schwer. Aber viele Stunden vor der Küchenschlacht und hinter dem Herd helfen mir da langsam auf die Sprünge, wie man alles am Besten organisiert. Übung macht ja bekanntlich erst den Meister. 

Besonders stolz bin ich bei diesem Gericht auf die Sauce. An denen versuche ich mich in letzter Zeit immer häufiger aus. Tütensaucen oder diese anderen Pülverchen kommen bei mir nicht in die Küche aus dem einfachen Grund, dass ich gegen viele Zusatzstoffe – insbesondere Farbstoffe – leicht allergisch reagiere. Und wenn man schon Fleisch brät, dann kann man das ja gleich nutzen und mit ein paar Zutaten ganz leckere Saucen mixen. Diesmal: eine Rotwein-Balsamico Sauce, die wunderbar mit dem Rindfleisch harmoniert. Bei Saucen schaue ich eigentlich immer erst spontan, was ich so da habe und gehe dann nach Gefühl, was zusammenpasst. Oft werfe ich auch einfach später noch einmal ein paar Zutaten mit rein, von denen ich denke, dass sie doch ganz gut noch reinpassen könnten. Probiert euch da einfach mal aus 🙂

IMG_4458

IMG_4462

IMG_4469

IMG_4465

IMG_4477

Rezept Rinderfilet mit Kartoffel-Crossies:

Zutaten (für 3 Personen):

  • 3 Rinderfilets (ca. 3 cm)
  • 6 festkochende Kartoffeln
  • Cocktail-Rispentomaten
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskatnuss
  • Zucker
  • Rucola
  • Essig
  • neutrales Öl (z.B. Keimöl)für die Sauce:
  • schwarze Pfefferkörner
  • Lorbeerblatt
  • 200 ml Rotwein
  • 200 ml Gemüsebrühe
  • eine Prise Zimt
  • eine Prise Zucker
  • 100ml Tomatensaft
  • 3 EL Balsamico
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe

Zubereitung:

  1. Das Fleisch waschen, trocken tupfen und mit Pfeffer würzen. Anschließend in einer Pfanne mit etwas Öl ca. 1 Minute von beiden Seiten scharf anbraten.
  2. Steaks in Alufolie einpacken und für eine halbe Stunde an die Seite legen.
  3. Für die Sauce die Zwiebel vierteln und Knoblauch pressen. In der benutzten Pfanne glasig dünsten. Mit Gemüsebrühe und Rotwein ablöschen. Lorbeerblatt, Pfefferkörner, Zimt, Zucker, Balsamico und Tomatensaft hinzugeben. In der offenen Pfanne bei niedriger Hitze einkochen lassen.
  4. Kartoffeln schälen, waschen und in der Küchenmaschine oder von Hand kleinnobeln. Kartoffelmasse in einem sauberen Geschirrtuch auswringen. Beiseite stellen.
    – Beim nächsten Mal werde ich noch eine halbe Zwiebel und zwei Knoblauchzehen mit untermengen. Vielleicht auch ein wenig Parmesan…:)
  5. Tomatenrispe in 3 teilen, in eine ofenfeste Form geben und mit Salz und etwas Zucker bestreuen. Für ca. 15 Minuten bei 175° im Ofen schmoren.
    – im Auge behalten und rechtzeitig aus dem Ofen nehmen.
  6. Das Fleisch auf dem Ofengitter mit in den Ofen geben.
  7. Kartoffeln währenddessen erneut auswringen und mit Salz, Pfeffer und Muskatnuss würzen.
    – nicht zu zaghaft würzen.
  8. Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und jeweils kleine Häufchen in die Pfanne geben und platt drücken. Kross anbraten und wenden. Auf Küchenpapier geben, damit das überschüssige Fett aufgesaugt werden kann.
  9. Rucola waschen, trocken schleudern und mit Öl und Essig abschmecken.
  10. Sauce durch ein Sieb geben und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Ggf. mit etwas Speisestärke oder Mehl andicken.
  11. Alles auf warmen Tellern anrichten.

P.S.: Fehler, die mir unterlaufen sind…

  • Ich habe oft Angst, dass das Fleisch viel zu schnell durch ist und dann nicht mehr schmecke, weshalb ich es zu kurz scharf angebraten und im Ofen gelassen habe. Das durfte ruhig ein wenig mehr. Die Minute Anbraten je Seite also einhalten. Dann sieht es auch von Außen schöner aus.
    Während der Ruhephase werde ich in Zukunft ein Stängel Rosmarin auf das Fleisch legen.
  • An Gewürzen habe ich bei den Kartoffel-Crossies gespart. Das nächste Mal darf es ruhig ein bisschen mehr sein.

Sollte einer von euch das Rezept einmal ausprobieren, freue ich mich sehr über Feedback 🙂

Folge:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*